Einheiten Ausland

Immer dann, wenn das THW im Ausland hilft, hilft die Bundesrepublik. Der Auftrag zur technischen Hilfeleistung im Ausland ist aus dem THW-Gesetz abgeleitet. Seit über 50 Jahren leistet das THW inzwischen technische Hilfe rund um den Globus.

Begonnen hat diese lange Tradition mit dem Einsatz des THW im Jahr 1953 zur Bekämpfung eines der verheerendsten Hochwasser in den Niederlanden. Hunderte Einsätze sollten folgen. Darunter die Suche und Rettung von Erdbebenopfern, die Trinkwasserversorgung oder Wiederaufbaumaßnahmen nach Bürgerkriegen oder Naturkatastrophen.


Ihrer besonderen Verantwortung als „Botschafter“ Deutschlands sind sich die THW-Angehörigen bei ihrem Engagement im Ausland stets bewusst. Speziell für Einsätze außerhalb der Bundesrepublik konzipiert sind die beiden THW-Fachgruppen „Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland“ (SEEBA) und „Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland“ (SEEWA).

Nach schweren Katastrophen wie Erdbeben oder Hochwasser verlieren Betroffene oftmals ihr gesamtes Hab und Gut, häufig auch ihre Unterkunft und damit ihr Zuhause. Mit dem EU-Modul „Emergency Temporary Shelter“ (ETS), das in einem Gemeinschaftsprojekt der schwedischen Zivilschutzbehörde MSB und dem THW entwickelt und aufgestellt wurde, wird genau auf diese Probleme reagiert: Die Helferinnen und Helfer des ETS bauen in kurzer Zeit Not- und Behelfsunterkünfte für bis zu 1.000 Personen auf.

Bei Hochwasser und Überflutungen kommt es auch international auf schnelle Hilfe an. Das THW stellt hierfür im Rahmen des EU-Gemeinschaftsverfahrens acht High Capacity Pumping Modules (HCP) zur Verfügung.

Die SEEBA (Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland) wurde auf der Grundlage der bei der Erdbebenkatastrophe in Mexiko 1985 gewonnenen Erfahrungen entwickelt. Sie erfüllt die Qualitätskriterien der International Search and Rescue Advisory Group (INSARAG) der Vereinten Nationen und hatte mittlerweile vielfach Gelegenheit, ihre einsatztaktische Berechtigung und konzeptionelle Schlüssigkeit unter Beweis zu stellen.

Die Schnell-Einsatz-Einheit für Logistikabwicklung im Lufttransportfall (SEE-Lift) gewährleistet die Luftverlastung der Einheiten, die im Rahmen eines Einsatzes ins Ausland verlegt werden.

Die SEEWA (Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser-Ausland) ist ein Instrument der Bundesregierung zur Leistung humanitärer Hilfe im Ausland gem. § 1 Abs. 2 THW-Helferrechtsgesetz. Im Ausland werden die Einsatzkräfte der SEEWA gerne als „Water People“ bezeichnet.

Die „Standing Engineering Capacity“ (SEC) ist eine 2010 gegründete operative THW-Einheit, die sich auf den Auf-, Aus- und Rückbau von Camps für Friedenskräfte spezialisiert hat. Bis zu 30 SEC-Kräfte können innerhalb von 72 Stunden in ein Einsatzgebiet aufbrechen. Vorrangige Einsatzoptionen sind UN-Friedensmissionen. Darüber hinaus kann die SEC zur humanitären Soforthilfe oder im Katastrophenschutz eingesetzt werden.

Zur Unterstützung von Erkundungs- und Koordinierungsteams hält das THW als Partner im EU-Mechanismus technische Unterstützungsteams (Technical Assistance Support Teams – TAST) bereit. Ihre primäre Aufgabe ist es, EU-Erkundungs- und Koordinierungsexperten zu begleiten und deren Arbeitsfähigkeit im administrativen, technischen und logistischen Bereich sicherzustellen

Gesucht!

Spaß an Technik und Freude am Helfen?

Dann sind Sie bei uns genau richtig. Das THW ist immer interessiert an Helferinnen und Helfern. Informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten des freiwilligen Engagements.